FREIE WÄHLER warnen vor Citypassage 2.0 - Bachmann:"Gründlichkeit vor Schnelligkeit"

Die Stadt Wiesbaden will den Verkauf der Citypassage nach jahrelangem Stillstand zügig vorantreiben und hofft wieder auf einen reichen Investor, der zudem die Pläne der SEG umsetzt.

"Wiesbaden ist im Besitz einer der wichtigsten Immobilie im Herzen der Stadt und will daraus offenbar wieder einmal schnell und viel Geld machen. Offensichtlich ist die Aussicht auf einen kurzfristig großen Gewinn verlockender als ein langfristiges Konzept" kritisiert der stellv. Kreisvorsitzende und Fraktionsvorsitzende der FW/BLW Christian Bachmann.

Es sei mehr als wagemutig davon auszugehen, dass sich ein Investor am Ende wirklich an die ausgearbeiteten Pläne der SEG halten werde. Die Verantwortlichen haben wohl nichts aus den jahrelangen Streitereien u.a. um das Hochhaus am Kureck, aktuell dem Einkaufszentrum im Schelmengraben und dem vorherigen Besitzer der City-Passage gelernt.

Ein langfristiges Konzept in städtischer Regie würde den städtischen Haushalt über Jahre hinweg entlasten.

Hans Georg-Kroll, Kreisvorsitzender der FREIEN WÄHLER ergänzt "dass es absolut zu verhindern sei, hier wieder 1-Euro-Shops-Billigfriseure und Fast-Food-Läden entstehen zu lassen, von denen unsere Stadt schon viel zu viele hat. Investoren müssen vermieten und werden vermieten. Wenn nicht langfristig, dann an Zwischenmieter ohne mittleres oder gehobenes Angebot das genau unserer Stadt fehlt, um an Attraktivität zurückzugewinnen."

"Sobald die Immobilie in private Hände geht, werden die Investoren uns mit Sicherheit wieder an der Nase herumführen. Eine Änderung hier, eine Änderung da - die Stadt will ja die Passage schnellstmöglich umgesetzt sehen. Dieser zeitliche und politische Druck spielt doch dem Investor in die Karten. Und Wiesbaden ist schon mehrmals auf einen Kartentrick reingefallen - nämlich Leer- und Stillstand" warnt Bachmann die Verantwortlichen.

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